Grüner Star: Grundlagen und Ursachen

Was genau ist ein Grüner Star? Das gleiche wie ein Glaukom? Wie gefährlich ist diese Augenerkrankung? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Was ist ein Grüner Star?

Der Grüne Star ist der volksmundartliche Begriff für das Glaukom. Landläufig wird der Grüne Star bzw. das Glaukom mit einem erhöhten Augeninnendruck gleichgesetzt. Das ist aber nicht ganz richtig. Nur rund 60% der Glaukom-Patienten haben tatsächlich einen erhöhten Augendruck. Viele andere reagieren in der Augenregion nur einfach sehr empfindlich, z.B. auf erhöhte Blutdruckwerte, ohne bei der Augendruckmessung aufzufallen.

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Ist ein Grüner Star dasselbe wie ein Glaukom?

Ja und nein. Heute werden die Begriffe zwar weitgehend gleichbedeutend verwendet. Dass es dazu kam, beruht aber auf einem Übersetzungsfehler. Ursprünglich steht „Star“ in der deutschsprachigen Augenheilkunde seit dem 8. Jahrhundert für Linsentrübungen, während „Glaukom“ eigentlich eine Erkrankung des Sehnerven bezeichnet.

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In welchem Lebensalter tritt der Grüne Star auf?

Der Grüne Star, medizinisch Glaukom genannt, kann zwar prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten. Es handelt sich aber gleichwohl um eine typische Alterserscheinung. Die häufigste Form ist das primäre Offenwinkel-Glaukom und das entwickelt sich typischerweise nach dem 40. Lebensjahr.

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Was erhöht die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Grünen Stars?

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass sich ein Grüner Star (medizinisch: Glaukom) bei jedem Menschen in jedem Lebensalter entwickeln kann. Mit höherem Alter nimmt die Erkrankungswahrscheinlichkeit aber deutlich zu. Ab dem 40. Lebensjahr werden regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen empfohlen, Menschen über 65 Jahre gelten als Risikogruppe.

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Ist eine Vorbeugung gegen den Grünen Star möglich?

Gegen das Auftreten des Grünen Stars (Glaukom) ist aus medizinischer Sicht zwar keine Vorbeugung möglich, gegen sein Fortschreiten aber schon. Mithilfe von augenärztlichen Untersuchungsmethoden ist das Krankheitsgeschehen bereits erkennbar, wenn sich noch keine merkbaren Folgen bei Ihnen eingestellt haben.

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Hat der Grüne Star etwas mit der Durchblutung zu tun?

Ja, das scheint der Fall zu sein. Denn ein Grüner Star (medizinisch: Glaukom) entsteht durch ein Zuviel an Kammerwasser im Auge. Und das beruht häufig auf einem Missverhältnis von Produktion und Abfluss. Wobei der Schwerpunkt auf einem erhöhten Abflusswiderstand liegt. Als eine mögliche Hauptursache für die Erkrankung gilt heute eine Durchblutungsstörung, die auf einer Fehlregulation der Gefäße beruht.

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Führt ein erhöhter Augeninnendruck immer zum Grünen Star?

Nein. Die meisten Menschen mit erhöhtem Augeninnendruck bekommen später keinen Grünen Star oder ein Glaukom, wie der Grüne Star medizinisch heißt. Zum einen scheint der erhöhte Augendruck nicht grundsätzlich die Hauptursache für ein Glaukom zu sein, wie früher noch angenommen wurde. Zum anderen unterliegt er starken tageszeitlichen Messungen.

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Tritt der Grüne Star immer auf beiden Augen auf?

Nein, nicht immer. Aber oft. Die häufigste Form des Grünen Stars ist das primäre chronische Offenwinkel-Glaukom. Davon sind in der Regel , aber nicht immer, beide Augen betroffen. Das Krankheitsgeschehen entwickelt sich aber an beiden Augen häufig zeitversetzt und unterschiedlich stark.

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Welche Arten von Glaukom gibt es?

Beim Grünen Star (medizinisch: Glaukom) gibt es die primären Formen und solche, die sekundär, also als Folge eines anderen Geschehens auftreten. Auch die Verläufe sind unterschiedlich: Dem anfallsartigen akuten Glaukom steht der wesentlich häufigere, lange Zeit nicht wahrnehmbare chronische Verlauf gegenüber.

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Welche Rolle spielt die Psyche beim Grünen Star?

Ihre Psyche spielt beim Grünen Star, wie bei jeder anderen komplexen Erkrankung auch, eine bedeutende Rolle. Leider wird Ihnen der Augenarzt dabei mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht weiterhelfen können. Denn das Verständnis der psychisch-körperlichen Zusammenhänge wird in der wissenschaftlichen und praktischen Medizin immer noch viel zu wenig gelebt. Das betrifft übrigens nicht nur den sogenannten schulmedizinischen Heilsektor.

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Wie wird der Augeninnendruck vom Körper reguliert?

Im gesunden Auge wird der Augendruck in einem feinen Regelsystem austariert. Im Mittelpunkt steht dabei das Kammerwasser, also die Flüssigkeit in der Augenkammer. Ist im Auge alles in Ordnung, halten sich die Bildung und der Abfluss des Kammerwassers ständig die Waage.

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Was ist ein Normaldruck-Glaukom?

Wie der Name sagt, besteht beim Normaldruck-Glaukom überwiegend kein erhöhter Augeninnendruck. Also bei der Augendruckmessung kein Wert über 21 mmHg. Dennoch kommt es auch bei dieser Form des Grünen Stars zur fortschreitenden Schädigung des Sehnervens. Warum und wie, ist noch keineswegs befriedigend erforscht. Mehrere Faktoren und Erklärungsmöglichkeiten sind aber bekannt bzw. werden diskutiert.

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