Wann sollte ein Grauer Star operiert werden?

Wann der richtige Zeitpunkt für eine Staroperation ist, entscheiden im Normalfall Sie selbst. Einzige Ausnahme: Ihr Grauer Star ist schon so weit fortgeschritten, dass das mangelnde Sehvermögen Ihre eigene Sicherheit und die Anderer gefährdet.

Zwingende medizinische Gründe für die Entfernung der getrübten Linse gibt es nur selten. Entscheidend ist, wie beeinträchtigt Sie sich im Alltag, im Beruf und im Privatleben fühlen.

Sie entscheiden, nicht der Arzt!

Beraten Sie sich mit Ihrem Augenarzt. Lassen Sie sich nicht zur Operation drängen, wenn Ihnen nicht danach ist. Es gibt kein „Zu spät!“ für diesen Eingriff, sofern er nicht durch andere Begleitfaktoren verhindert wird.

Berücksichtigen Sie aber, dass auf Dauer mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen ist und sich etwa durch eine zunehmende Verhärtung der betroffenen Linse das operative Komplikationsrisiko erhöhen kann. Sollten sich noch andere Augenerkrankungen dazugesellen, kann es in bestimmten Fällen auch sein, dass die Staroperation nicht mehr möglich ist.

Tritt der Graue Star beidseitig auf, wird in der Regel zunächst das schlechtere Auge operiert und mit einem mehrwöchigen Abstand das andere.

Kann bei der Operation des grauen Stars auch eine Hornhautverkrümmung beseitigt werden?

Ja, das bietet sich direkt an. Bei einer Staroperation verschafft sich der Operateur durch einen kleinen Einschnitt im Bereich der Hornhaut Zugang ins Augeninnere. Wenn er den Schnitt in geeigneter Weise am steilen Meridian, also an der Stelle mit der Hornhautverkrümmung, vornimmt, kann er diese vermindern und damit den Sehfehler im besten Falle korrigieren.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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