Wie häufig tritt der Graue Star auf?

Laut Berufsverband der Augenärzte entwickelt die Hälfte der deutschen Bevölkerung im Alter zwischen 52 und 64 Jahren eine Eintrübung der Augenlinse. Allerdings bemerken längst nicht alle Menschen mit einem solchen "Grauen Star" Sehstörungen.

Im fortgeschrittenen Alter zwischen 65 und 75 Jahren sind den Medizinern zufolge über 90% vom typischen „Altersstar“ betroffen. Doch nur die Hälfte nimmt eine Beeinträchtigung des Sehvermögens wahr.

Was bei der Nennung dieser extrem hohen Zahlen allerdings meistens verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass sie hauptsächlich auf Schätzungen beruhen. Denn die genaue Zahl der Menschen mit Grauemn Star in Deutschland ist nicht bekannt. Für die Schätzungen zieht man unter anderem Umfragen sowie internationale Studien heran.

Fest steht jedenfalls, dass der Graue Star weit verbreitet ist. In manchen afrikanischen Ländern als Kinderkrankheit infolge von Mangelernährung, bei uns vor allem als eine typische Alterskrankheit.

Jährliche Kontrolle ab dem 40. Lebensjahr empfohlen

Deshalb wird eine jährliche augenärztliche Kontrolle ab dem 40. Lebensjahr auch bei Beschwerdefreiheit empfohlen, um sich die Gesundheit der Augen und die Klarheit der Linse bestätigen zu lassen oder andernfalls frühzeitig zugunsten einer guten Sicht im Alter reagieren zu können.

Übrigens: Der großen Häufigkeit des Grauen Stars (medizinisch: Katarakt) entspricht auch die rekordverdächtige Anzahl der Katarakt-Operationen. Es handelt sich um den häufigsten Eingriff in der Medizin weltweit.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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