Mit welchen Langzeit-Nebenwirkungen muss man rechnen, wenn man jahrelang Kortison-Sprays gegen sein Asthma inhaliert?
Bei Kortison muss man streng unterscheiden zwischen der Einnahme als Tablette und der Verwendung als Spray, Salbe oder Augentropfen. Für die letzteren drei Anwendungsformen gilt, dass durch den rein örtlichen Einsatz die Gefahr der Nebenwirkungen deutlich geringer ist als bei der Tabletteneinnahme.
Das gilt auch für Kortison-Sprays. In einer riesigen Meta-Analyse (viele Studien zum gleichen Thema zusammengefasst) wurden unlängst die Langzeit-Nebenwirkungen von Kortison-Sprays bei Asthma unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Auf lange Sicht nahm bei Erwachsenen die Knochendichte im Schnitt etwas ab. Das bedeutet ein etwas erhöhtes Osteoporose-Risiko. Andere Langzeit-Komplikationen konnten nicht festgestellt werden.
Bei Kindern erwiesen sich in der gleichen Analyse Wachstumsverzögerungen (die aber wieder eingeholt werden) und eine erhöhte Blutungsneigung (mehr Blutergüsse) als wesentlichste Risiken.
Insgesamt ist aus Sicht der Studienautoren und auch aller namhaften Asthma-Experten der Nutzen der Kortison-Sprays deutlich höher einzustufen als ihr möglicher Schaden.
