Wenn sich die Haut wehrt: Ausschlag und Nesselsucht

Unter einer Allergie stellt man sich gemeinhin eine laufende Nase und juckende Hautstellen vor. Vor allem an der Haut aber können die allergischen Symptome sehr unterschiedlich sein.

Reagiert das Immunsystem allergisch, also unangemessen heftig, dann kann die Haut mit ausgedehnten geröteten Flächen reagieren. Das ist dann der klassische Ausschlag. Sie kann an einzelnen Stellen aber auch großflächig anschwellen oder flüssigkeitsgefüllte Bläschen bilden. Lertzteres wird als Nesselsucht oder medizinisch als Urtikaria bezeichnet. Die flüssigkeitsgefüllten Schwellungen bei der Nesselsucht werden auch Quaddeln genannt. In ihrem Aussehen erinnern sie an die Hautstellen, die nach etwas zu intensivem Kontakt mit Brennnesselblättern entstehen – daher auch die Bezeichnung Nesselsucht.

Histamin lässt's jucken

Mit Sucht hat das Ganze freilich nichts zu tun. Eher mit Histamin. Das ist der körpereigene Botenstoff, der bei einer allergischen Reaktion im Übermaß ausgeschüttet wird. Hirstamin sorgt in der Haut nicht nur für eine stärkere Durchblutung, in dem es die Gefäße erweitert (Rötung und manchmal eben auch Quadddeln), sondern lockt auch weitere Immunzellen an, die dann den allergischen Entzündungsprozess weiter vorantreiben (entzündete Hautstellen). Und Histamin löst Juckreiz aus - oft von allen Beschwerden die unangenehmste Erscheinung, auch weil man sich dadurch die Haut ständig weiter aufkratzt und die Entzündung in Gang hält.


Autoren: WANC/

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