Helfen Erkältungs-Nasensprays auch bei Heuschnupfen?

Kurzfristig ja, langfristig nein. Insgesamt muss man von Erkältungs-Nasensprays bei allergischem Schnupfen (Heuschnupfen) abraten. Zwar wird die Nase kurzfristig frei und man fühlt sich erleichtert. Allerdings greifen die Erkältungssprays nicht in den allergischen Entzündungsprozess ein und helfen deshalb maximal kurzfristig. Bei längerer Anwendung schaden sie sogar.

Effekt nur kurzzeitig

Der Hintergrund: Die klassischen Nasensprays gegen eine verstopfte Nase bei Erkältungen befreien die Nase über ein Zusammenziehen der örtlichen Blutgefäße. Der geringere Blutzufluss hat dann zur Folge, dass auch die geschwollene Schleimhaut abschwillt. Allerdings hält dieser Effekt nicht lange an. Im Gegenteil: Bei einer Anwendung länger als zehn Tage kann die Nasenschleimhaut geschädigt werden und schwillt dann dauerhaft an.

Außerdem hat der Wirkmechanismus (Gefäßverengung) nichts mit der allergischen Reaktion zu tun. Antiallergische Nasensprays hingegen greifen direkt in den allergischen Entzündungsprozess ein, wirken also wesentlich gezielter.

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