Was kann man gegen eine Hausstauballergie tun?

Neben den anti-allergischen Medikamenten bei akuten Beschwerden ist die Reduzierung der Hausstaubmilben in Ihrer Umgebung vordringlichste Aufgabe. Das gelingt naturgemäß effektiv nur in der eigenen Wohnung. Vor Milbenbelastung in anderen Wohnungen oder Häusern können Sie sich nicht zuverlässig schützen.

In der eigenen Wohnung bzw. im eigenen Haus gilt die erste Maßnahme immer dem Schlafzimmer und hier vor allem dem Bett. Denn die meisten Hausstaubmilben sind vor allem hier zu finden.

Milben-Sanierung im Schlafzimmer

Nach einer möglichst vollständigen Milbensanierung des gesamten Bettzeugs mit milbenabtötenden Mitteln sollten Sie sich unbedingt milbendichte Matratzenbezüge (Encasings) anschaffen. Eine neue Matratze ist zwar auch milbenfrei, kann aber nach kurzer Zeit von Milben besiedelt werden.

Beim Waschen Ihres Bettzeugs (und auch Ihren Schlaf-Kleidungsstücken) ist neben der Zugabe von milbenabtötenden Substanzen (zumindest in der Sanierungsphase) auch die Waschtemperatur wichtig. Mindestens 60 °C sind hier wichtig. Achten Sie beim Kauf neuer Bettwäsche und Schlafkleidung darauf, dass sie bei hohen Temperaturen gewaschen werden können. Wichtig ist auch das regelmäßige und eher häufige Wechseln der Bettwäsche.

Einmal genügt leider nicht

Nach dem Schlafzimmer sollte dann die Milbensanierung der übrigen Zimmer und Möbel erfolgen (v.a. Polstermöbel, Teppiche, aber auch Kuscheltiere der Kinder).

Da Hausstaubmilben leider allgegenwärtig sind und auch nach einer Sanierung wieder "einwandern" können, sollten Sie diese Maßnahmen etwa einmal im Vierteljahr wiederholen.

Bedenken Sie bei der Bettsanierung, dass auch das Bettgestell theoretisch Milben beherbergen kann. Dies gilt insbesondere, wenn das Bettuntergestell gepolstert ist. In diesem Fall sollten Sie sehr ernsthaft über die Anschaffung eines neuen Bettes nachdenken. Zu empfehlen sind Metall- oder Holzgestelle.

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