Wie gefährlich ist die Hyposensibilisierung?

Wie nahezu jede medizinische Behandlung birgt auch die als Hyposensibilisierung bekannte spezifische Immuntherapie (SIT) gewisse Risiken. Dies ist bei der SIT besonders leicht nachvollziehbar, da dem Körper eine oder mehrere unverträgliche Substanzen zugeführt werden, wenn auch in geringer Dosierung.

Eine allergische Reaktion ist dabei grundsätzlich immer möglich, vor allem zu Beginn der Behandlung. Meistens handelt es sich dabei aber um mehr oder weniger harmlose Erscheinungen wie Hautrötungen oder Jucken. Nur in seltenen Fällen nehmen die Probleme ein gravierendes Ausmaß an, das schlimmstenfalls bis hin zum allergischen Schock reichen kann. Da das Risiko schwerer Komplikationen aber bei vorsichtigem Vorgehen und unter Beachtung einiger Sicherheitsregeln weniger als 1:10.000 beträgt, überwiegen die therapeutischen Vorteile die (theoretischen) Gefahren nach Experteneinschätzung bei weitem.

Prüfen Sie also gemeinsam mit Ihrem Arzt, ob es in Ihrem Fall Ausschlussgründe für eine Hyposensibilisierung gibt und ob eine andere, gerade laufende (medikamentöse) Behandlung eventuell umgestellt werden muss. Und halten Sie sich an die ärztlichen Anweisungen, denn Ihre zuverlässige Mitwirkung und Ihr Durchhaltevermögen sind die Grundlage für den therapeutischen Erfolg der Hyposensibilisierungs-Behandlung.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Anzeigen