Unkraut aus Nordamerika: Auslöser starker Allergien

Die Klimaveränderung zeigt erste Wirkung: In Deutschland breitet sich seit einigen Jahren eine Pflanze aus, von der man sich das eigentlich gar nicht wünscht. Denn sie kann starke allergische Beschwerden hervorrufen. Die Rede ist von der Beifußblättrigen Ambrosie.

Wikipedia (Urheber: Brunga)Die Ambrosie stammt ursprünglich aus Nordamerika. Etwa 100 Jahre vor den Burgern, Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde sie dann in Europa eingeschleppt. Und seit 1990 breitet sie sich massiv aus, wie das Bundesamt für Naturschutz berichtet.

Es handelt sich um einen Korbblütler, der bis zu zwei Meter hoch werden kann. Das einjährige "Unkraut" wird auch Traubenkraut, Ragweed oder Wilder Hanf genannt. Der wissenschaftliche Name lautet Ambrosia artemisiifolia.

Über Vogelfutter in Deutschlands Gärten

Bei der Ausbreitung scheint Vogelfutter eine wichtige Rolle zu spielen. Das enthält nämlich häufig Ambrosie-Samen und auf diese Weise gelangen die in die Gärten. Dort verwildern sie und breiten sich weiter aus. Experten sagen, das läge auch an der Klimaerwärmung, denn noch vor zwanzig Jahren wuchs die Pflanze nur im südeuropäischen Raum, also in wärmeren Gefilden.

All das wäre kein Problem, wenn das Unkraut nicht so heftige allergische Beschwerden auslösen würde. Schon geringe Pollenkonzentrationen können bei entsprechend sensibilisierten Menschen einen allergischen Anfall auslösen.

Das Bundesamt für Naturschutz rät Gartenbesitzern dazu, regelmäßig nach Ambrosia-Pflanzen Ausschau zu halten und diese am besten vor der Blütezeit mitsamt der Wurzel auszureißen. Außerdem sollte man beim Kauf von Vogelfutter nach ambrosiafreiem Vogelfutter fragen.


Autoren: WANC/, 01.08.08
Quelle: Bundesamt für Naturschutz, Julius Kühn-Institut

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