Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Allergien. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Pollen sind unterschiedlich aggressiv
Birken, Gräser und Oliven sind in Europa die häufigsten Auslöser von Heuschnupfen. Doch was gleich scheint, ist sehr unterschiedlich: Die allergische Wirkung der drei Pflanzen fällt abhängig von Zeit und Region ganz verschieden stark aus, wie jetzt eine Studie zeigt.
Bienenstich: Für Allergiker kann er tödllich sein
Natürlich ist das die krasse Ausnahme. Aber es kommt vor. Ein Bienenstich oder ein Wespenstich, der tödlich endet. Oder zumindest zu einem schweren allergischen Schock führt. Passieren kann das dann, wenn eine schwere Insektengiftallergie durch einen weiteren Stich aus dem Ruder läuft.
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Was für ein Heuschnupfen-Mittel ist DNCG?
DNCG steht für Dinatrium chromoglicicum. Da sich das kein Mensch merken kann, wird der Wirkstoff meist DNCG oder Cromoglycinsäure genannt. DNCG verhindert, dass der Botenstoff Histamin aus den Mastzellen ausgeschüttet wird.
Wie äußert sich ein allergischer Schock?
Ein allergischer Schock ist eine Notfallsituation. Er kann nur auftreten, wenn bereits eine Sensibilisierung gegen ein bestimmtes Allergen besteht und beim erneuten Kontakt eine massive Überreaktion des Immunsystems ausgelöst wird. Insgesamt ist ein allergischer Schock zum Glück sehr selten. Am ehesten tritt er bei Allergien gegen Insektengifte, Nahrungsmittel und Medikamente (auch Infusionen) auf.
Pollenbelastung: Tendenz leider steigend
Viele Menschen mit Allergien klagen darüber, dass ihre Beschwerden in den letzten Jahren häufiger auftraten und heftiger waren. Kann das stimmen? Anscheinend ja. Denn Wissenschaftler der Technischen Universität in München haben europaweit die Pollenkonzentration gemessen. Das Ergebnis: Die Menge und die Konzentrationen der Pollen steigen.
Heuschnupfen: Hyposensibilisierung per Pflaster?
Wer Heuschnupfen hat, klagt über eine laufende Nase und tränende Augen. Bisher lässt sich diese Allergie mit dauerhaftem Erfolg nur mit einer allergen-spezifischen Immuntherapie – die sogenannte Hyposensibilisierung – behandeln. Doch jetzt scheint es eine Alternative zu geben: ein Pflaster, das die Allergene von sechs verschiedenen Gräserpollen enthält und über die Haut wirkt.
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Ist immer eine Allergie Ursache der Nesselsucht?
Nein. Eine Nesselsucht, von Ärzten auch als Urtikaria bezeichnet, geht zwar meistens auf eine Allergie zurück. Aber nicht immer. Auch Infekte oder äußere physikalische Reize (Wärme, Kälte, Druck, Sonnenlicht) können die Hautquaddeln verursachen.
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Wann ist bei einer Hyposensibilisierungs-Behandlung mit einer spürbaren Besserung zu rechnen?
Hier muss man unterscheiden zwischen der sogenannten Langzeit- und der Kurzzeittherapie. Bei der Langzeittherapie ist schon nach einem Jahr mit einer deutlichen Linderung der allergischen Symptome zu rechnen, auch wenn sich die Behandlung insgesamt über drei Jahre erstreckt.
Bei welchen Allergien ist eine Hyposensibilisierungs-Behandlung möglich?
In erster Linie kommt eine Hyposensibilisierung bei einer Pollen-Allergie in Betracht. Denn hier gibt es für die meisten relevanten Gräser und Pollen entsprechende Zubereitungen mit standardisierten Kleinstmengen der Allergene.
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Allergie-Hyposensibilisierung: Wie oft muss ich mich spritzen lassen?
Am Anfang häufig, dann immer weniger. Bei der klassischen Langzeittherapie der Hyposensibilisierung muss man sich während der ersten vier Monate einmal pro Woche spritzen lassen. Danach nur noch alle sechs Wochen. Wobei das von Fall zu Fall auch etwas unterschiedlich sein kann.
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Wie lange dauert eine Hyposensibilisierungs-Behandlung?
Das kommt darauf an, ob es sich um eine sogenannte Langzeit- oder Kurzzeittherapie handelt. Bei der klassischen Langzeit-Variante zieht sich die spezifische Immuntherapie über insgesamt drei Jahre hin. Die Kurzzeittherapie dauert nur sechs Wochen.
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Wann wird mit einer Hyposensibilisierung begonnen?
Das hängt davon ab, ob es sich um eine sogenannte Langzeit- oder Kurzzeit-Therapie handelt. Die Langzeittherapie muss nach Ablauf der "Allergie-Saison" beginnen. Bei einer Allergie gegen klassische Gräserpollen also im Herbst, bei einer Allergie gegen Frühblüher im Sommer.
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Kann eine Hyposensibilisierung gleichzeitig gegen verschiedene Allergene erfolgen?
Das kommt darauf an. Eine Kombination unterschiedlicher Pollen-Lösungen zur Hyposensibilisierung (medizinisch: spezifische Immuntherapie) ist grundsätzlich möglich.
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Was versteht man unter einem Encasing?
Encasings sind allergendichte Schutzbezüge für Matratzen, die als Präventionsmaßnahme bei Hausstaubbmilben-Allergie zum Einsatz kommen. Das Spannbetttuch wird über diese Hülle gezogen.
Was sind typische Schimmelpilzstandorte – und Maßnahmen dagegen?
Zu Schimmelpilzbefall kommt es vor allem bei übermäßiger Feuchtigkeit. Häufige Ursachen sind erhöhte Luftfeuchtigkeit und mangelnde Belüftung in Innenräumen.
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Warum sind Allergien gegen Katzen häufig?
Tier(haar)allergien sind die dritthäufigste Ursache für allergische Erkrankungen überhaupt. Dabei kommt den Katzenhaaren eine besondere Bedeutung zu, da sie sehr schwebfähig sind und lange in der Raumluft verbleiben.
Allergien und Neurodermitis: Unzureichend behandelt und bezahlt?
Drei Studien zeigen, dass Allergien anscheinend viel verbreiteter sind, als bisher angenommen wurde. Die Studien offenbaren auch, dass die medizinische Versorgung für einen Teil der Patienten unzureichend ist.
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Woran erkennt man eine Nesselsucht?
Eine Nesselsucht, oder medizinisch Urtikaria, ist eine entzündlich-allergische Reaktion der Haut, deren Leitsymptom die typischen sogenannten Quaddeln sind. Charakteristisch für eine Nesselsucht sind die folgenden Beschwerden:
Bekommt man Mallorca-Akne nur auf Mallorca?
Nein. Die Bezeichnung „Mallorca-Akne“ stammt von dem dänischen Dermatologen Nils Hjorth, der Anfang der 1970er-Jahre den Hautausschlag als erster beschrieb. In seine Praxis kamen damals vermehrt Patienten nach einem Mallorca-Urlaub, die über juckenden Hautausschlag klagten.
Was ist eine Mallorca-Akne?
Bei dieser Form einer „Sonnenallergie“ kommt es zu einer Entzündung in den Haarfollikeln. Auf der Haut – meist im Dekolleté – entstehen dann kleine akneartige Knötchen. Meistens dauert es ein paar Wochen, bis sie sich wieder komplett zurückbilden.
Was ist eine Sonnenallergie?
Für manche Menschen sind Sonne und Strand nicht nur mit Freude verbunden. Denn sie leiden unter Juckreiz, Bläschen oder Quaddeln auf der Haut. Im Volksmund heißt es dann: Sonnenallergie. Dahinter stecken jedoch verschiedene Erkrankungen, die nicht auf echte allergische Reaktionen zurückzuführen sind.
Was bedeutet bei der spezifischen Immuntherapie "Langzeittherapie"?
Bei der Hyposensibilisierungs-Behandlung (spezifische Immuntherapie) werden zwei Methoden unterschieden: Die Kurzzeittherapie und die Langzeittherapie. Die Langzeittherapie ist nach aktueller Datenlange die erfolgreichere.
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Wann darf eine spezifische Immuntherapie nicht angewandt werden?
Es gibt eine Reihe von Situationen oder Vorerkrankungen, bei denen eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) nicht erlaubt ist. Dazu gehören:
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Ist die Wirksamkeit der spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) nachgewiesen?
Ja, gleich mehrere Studien konnten zweifelsfrei zeigen, dass die Hyposensibilisierungs-Behandlung bei vielen Allergieformen hilft. Allerdings kann die spezifische Immuntherapie (SIT) grundsätzlich nur bei sogenannten IgE-vermittelten Allergien wirken.
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Schützen Allergien vor Hirntumoren?
Forscher haben herausgefunden, dass Allergien anscheinend vor Hirntumoren schützen. Verantwortlich dafür wird IgE gemacht, ein spezieller Antikörper im Blut, der die allergische Reaktion auslöst und bei Allergiken vemehrt unterwegs ist.
Was versteht man unter sublingualer Immuntherapie (SLIT)?
Die sublinguale Immuntherapie ist eine noch recht neue Variante der spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung). Dabei wird der Fremdstoff, gegen den man allergisch ist und an den man sich langsam gewöhnen soll, nicht auf herkömmliche Art unter die Haut gespritzt, sondern unter die Zunge geträufelt.
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Kann man sich auch gegen eine Lebensmittelallergie hyposensibilisieren lassen?
Leider nein. Es gibt bis dato (Stand September 2011) keine entsprechenden Präparate. Denn um eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) durchführen zu können, braucht es ja spezielle Zubereitungen mit kleinsten Mengen der jeweiligen Allergiestoffe (Allergene).
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Wofür steht in der Allergiebehandlung die Abkürzung SIT?
Mediziner lieben Abkürzungen. SIT steht für "Spezifische Immuntherapie". Und unter spezifischer Immuntherapie versteht man das langsame "Gewöhnen" des Immunsystems an den Allergie-Stoff.
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Was bedeutet Hyposensibilisierung?
Die Hyposensibilisierung ist ein kausaler Behandlungsansatz bei Allergien. Im Prinzip geht es darum, durch eine sich langsam steigernde Konfrontation mit dem Stoff, gegen den man allergisch ist, die Überempfindlichkeit abzubauen. Die Methode wird heute meist "Spezifische Immuntherapie" (SIT) genannt.
Heuschnupfen: Was ist der Vorteil von Nasensprays gegenüber Tabletten?
Nasensprays wirken schneller als Tabletten. Die bei Heuschnupfen häufig eingesetzten Nasensprays mit einem Histamin-Blocker (medizinisch: intranasale Antihistaminika) befördern den Wirkstoff sehr viel rascher an den Ort des Geschehens als Tabletten, die ja erst die Magen-Darm-Passage hinter sich bringen müssen.
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Wie lange dauert es, bis Histamin-Blocker (Antihistaminika) ihre Wirkung entfalten?
Das hängt sehr vom jeweiligen Wirkstoff und auch von der Medikamentenform (Tablette, Brausetablette, Tropfen etc.) ab. In den meisten Fällen geht es aber schnell.
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Warum machen neuere Medikamente gegen Allergien (Antihistaminika) weniger müde?
Antihistaminika gehören zu den am häufigsten eingesetzten Medikamenten gegen Allergien und Heuschnupfen. Wie der Name schon sagt, hemmen sie den körpereigenen Botenstoff Histamin.
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Was benötigt Histamin, um seine Wirkung im Körper zu entfalten?
Histamin ist einer der wichtigsten Botenstoffe im menschlichen Organismus. Histamin ist nicht nur an der körperlichen Abwehr beteiligt (und auch im Falle einer Allergie an "falschen" Abwehrschlachten), sondern steuert unter anderem auch den Schlaf-Wach-Rhythmus und den Appetit.
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Warum kommt es eigentlich bei einer allergischen Reaktion zur Ausschüttung von Histamin?
Bei einer allergischen Reaktion stürzen sich körpereigene Abwehrzellen, meist die sogenannten IgE-Antikörper, auf den eigentlich harmlosen Fremdstoff, weil sie ihn für feindlich halten.
Arzneimittel-Allergie: Jeder dritte Betroffene nimmt den Allergieauslöser erneut ein
Medikamente können nicht nur Beschwerden lindern, sondern auch verursachen. Mehr als 7% der Bevölkerung leiden an einer Arzneimittel-Unverträglichkeit, viele davon reagieren allergisch. Kaum zu verstehen: Jeder Dritte nimmt einige Jahre nach der Diagnose die auslösenden Medikamente wieder ein. Dahinter stecken vor allem Vergesslichkeit, Sorglosigkeit und Unkenntnis.
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Kohlendioxid: Mehr Pollen, mehr Allergien
Kohlendioxid-Emissionen (CO2) könnten den Pollenflug in europäischen Städten ansteigen lassen. Wissenschaftler aus 13 EU-Nationen analysierten die Pollenwerte für mehr als 20 Arten von Bäumen und Pflanzen. Es zeigte sich, dass es bei etlichen einen Zusammenhang mit dem Ansteigen des Kohlendioxids gibt. Dazu gehören auch jene, die Allergien – darunter Heuschnupfen - verursachen.
Hämorrhoiden: Warum sollten Sie den Arzt über Ihre Latex-Allergie informieren?
Latex-Allergie und Hämorrhoiden haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun. Auf den zweiten schon:
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Gibt es auch Tabletten gegen Heuschnupfen?
Ja. Gebräuchlich sind vor allem sogenannte Antihistaminika. Sie verhindern, dass der Botenstoff Histamin an seinen Geweberezeptoren andocken und dort die allergische Reaktionskaskade lostreten kann.
Helfen Erkältungs-Nasensprays auch bei Heuschnupfen?
Kurzfristig ja, langfristig nein. Insgesamt muss man von Erkältungs-Nasensprays bei allergischem Schnupfen (Heuschnupfen) abraten. Zwar wird die Nase kurzfristig frei und man fühlt sich erleichtert. Allerdings greifen die Erkältungssprays nicht in den allergischen Entzündungsprozess ein und helfen deshalb maximal kurzfristig. Bei längerer Anwendung schaden sie sogar.
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Was ist von Kortison-Nasensprays gegen Heuschnupfen zu halten?
Bei besonders starken Beschwerden der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) sind Nasensprays mit Kortison eine durchaus vertretbare Alternative. Sie benötigen manchmal einen Tag, bis sie wirken (manchmal auch noch deutlich länger), sind also nicht unbedingt zur Akutbekämpfung von Symptomen geeignet. Dann aber wirken sie sehr zuverlässig.
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