Tattoos: Institut warnt vor Risiken

Tattoos sind in. Rund 10% aller Deutschen haben Tätowierungen. Unter den 16- bis 29jährigen sollen es fast 25% sein. Die werden das folgende freilich am wenigsten lesen wollen (aber wahrscheinlich tun sie das ja auch gar nicht).

Wenn schon, dann durch fachkundiges Personal

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat jetzt nämlich vor dem Stechen von Tattoos gewarnt. Vor allem vor fachunkundiger Arbeit. Nach den Worten von Prof. Andreas Hensel sollte man sich, wenn man es denn unbedingt will, zumindest gut informieren, welche Studios damit ausreichend Erfahrung haben und auch, welche Mittel und Verfahren diese anwenden. Denn bei unsachgemäßer Tätowierung steigen die Risiken für Narbenbildung und Entzündungen, unter anderem weil Farbpigmente in der Haut verbleiben.

Ist das Tattoo einmal da, dreht sich die Geschichte. Dann ist die Entfernung bedenklicher als das Belassen. Flüssige Tattoo-Entferner zum Beispiel werden unter die Haut gespritzt und können ebenfalls Hautreizungen und Hautschäden zur Folge haben. Und auch die modernere Entfernung per Laser birgt Risiken.

Anmerkung der Redaktion: Man muss die Kirche aber im Dorf lassen. Die Gefahren durch Tattoos sind im Vergleich zu Zigaretten und Alkohol mikroskopisch gering.

Autoren: Christian Sachse & Dr. med. Jörg Zorn, 04.08.2011
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Anzeigen