Wie genau wird Botox zur Faltenreduktion angewendet?

Das vakuumgetrocknete Botulinumtoxin-Pulver (Botox) wird kurz vor der Anwendung vom Arzt mit Kochsalzlösung frisch angerührt. Die entsprechenden Hautpartien werden desinfiziert. Anschließend wird der Wirkstoff mit einer sehr feinen Nadel vorsichtig eingespritzt.

Im äußeren Augenwinkel – zur Behandlung von Krähenfüßen – sind meist je drei dicht nebeneinander gesetzte Injektionen nötig. Zur Reduktion von Falten zwischen den Augenbrauen oder entlang der Stirn bedarf es hingegen etwa fünf bis sieben Einstiche.

Mit Kühlpad auf die Coach!

Wer sehr schmerzempfindlich ist, dem kann mit einer Narkosecreme, einem zu injizierenden Lokalanästhetikum (Narkosespritze), oder der Verwendung von Kühlelementen geholfen werden. Eis oder Kühlauflagen können auch nach der Botox-Anwendung verwendet werden, um eventuelle kleine Einblutungen (Hämatome) oder Schwellungen (Ödeme) zu lindern.

Nach dem Eingriff sollte man sich etwa 24 Stunden etwas schonen, also beispielsweise keinen Sport treiben. Damit das Botulinumtoxin an der gewünschten Stelle wirkt und nicht vorschnell vom Organismus resorbiert wird, sollte die behandelte Gesichtspartie etwa einen Tag lang nicht massiert, gerieben oder übermäßig oft berührt werden. Aus demselben Grund ist anzuraten, sich in dem Zeitraum möglichst auch nicht vornüberzubeugen – Kopfstand und Co sind folglich tabu :-)

Kunstfehler beim Botoxen: frozen face

Bis auf Einstichschmerzen und kleine Blutergüsse gibt es bei der Anti-Falten-Behandlung mit Botox kaum nennenswerte Nebenwirkungen und nur sehr selten wirkliche Komplikationen. Gelegentlich kann es zu leichten Kopfschmerzen kommen, wobei Fachleute dieses weniger auf den Wirkstoff selbst als vielmehr auf die Injektion zurückführen.

Ein optisch sehr unschönes Phänomen tritt bei – versehentlicher oder vermeintlich gut gemeinter – Überdosierung auf: das sogenannte frozen face, eine Art Mimikstarre, die unbedingt vermieden werden sollte.

Autorin: Dr. med. Monika Steiner

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