Wie finde ich den richtigen Arzt für meine Brustvergrößerung?

Brust-Operationen aus rein ästhetischen Gründen werden besonders in westlichen Ländern immer häufiger praktiziert. Allein die operative Brustvergrößerung wird in Deutschland jährlich mehr als 20.000, in den USA sogar etwa 300.000 Mal durchgeführt. Wer sich zu einem solchen Eingriff entschließt, hat gerade in Großstädten oft die Qual der Wahl zwischen mehreren Ärzten.

Suchen Sie sich einen Arzt mit Erfahrung

Arzt - Brust-OP - BrustvergrößerungDie Operation wird in der Regel von plastischen Chirurgen durchgeführt – manchmal in einer eigenen Fachklinik oder Fachabteilung eines Krankenhauses. Oft aber auch im OP-Trakt der eigenen Praxis oder im Belegbett einer Klinik.

Die Lokalität ist weniger ausschlaggebend, als die Erfahrung und das Geschick des Operateurs. Wie überall gilt: Wer etwas sehr häufig ausführt, ist meist geschickter und geübter, als jemand, der nur wenige solcher Eingriffe im Jahr macht. Hier lohnt es sich, andere um einen Tipp zu bitten, sich in entsprechenden Internet-Foren auszutauschen oder online in Arztbewertungsportalen zu recherchieren.

Empfehlung anderer nutzen

Auch Ärztelisten mit konkreter Expertenempfehlung, wie z.B. vom FOCUS Magazin Verlag regelmäßig herausgegeben, können hilfreich sein. Natürlich gilt: Auch viele nicht gelistete Ärzte sind ausgezeichnete Schönheitschirurgen – und umgekehrt sind auch bei besonders empfohlenen Medizinern Risiken und spätere Unzufriedenheit keinesfalls ausgeschlossen. Ein bisschen Glück gehört immer dazu – allerdings kann man sich in Deutschland darauf verlassen, dass Ärzte, die Brust-Operationen durchführen dürfen, auch explizit dafür qualifiziert und geübt sind.

Lieber preiswert im Ausland?

Wer mit dem Gedanken spielt, die Kosten von etwa 3000 – 7000 Euro für eine Brust-Vergrößerung hierzulande durch eine billigere OP im Ausland zu reduzieren, kann ebenfalls Glück haben: Auch in diesen, meist östlichen Nachbarländern gibt es selbstverständlich gute Chirurgen und beste OP-Resultate. Das Problem ist aber, dass man „schwarze Schafe“ unter den Anbietern eben nicht sicher aussieben kann – schon gar nicht aus der Ferne und bei einem solch lukrativem und zudem letztlich privatwirtschaftlichem Geschäft. Auch kann die Verwendung von eventuell weniger hochwertigen Implantaten später durchaus gesundheitliche und/oder ästhetische Probleme bereiten.

Vor und nach der OP

Bevor die Operation durchgeführt wird, sollte ausgeschlossen werden, dass eine Krebserkrankung der Brust vorliegt. Dieses wird meist in einem separaten Termin bei der Frauenärztin untersucht. Die Brust-OP selbst wird meist in Vollnarkose durchgeführt. In einer Klinik folgen nach dem Eingriff meist noch 1 - 3 Tage stationärer Aufenthalt – bei einer ambulanten OP kann man nach wenigen Stunden bereits wieder nach Hause und sollte nur zu den Nachkontrollen noch mal wiederkommen. Nach spätestens einer Woche ist man bzw. frau meist wieder voll arbeitsfähig – die Brust wird sich allerdings noch über einen mehr oder weniger langen Zeitraum angespannt anfühlen.

Autorin: Dr. med. Monika Steiner

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